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Mit etwas Verspätung hat Sony das Rennspiel „ATV Offroad Fury 4“ nun doch noch bei uns in Deutschland veröffentlicht. Und das ist durchaus ein Grund zur Freude, wie ihr in dieser Rezension erfahren werdet. Offroad-Rennspiele sind nicht jedermanns Sache und eigentlich gehöre ich zu der Gruppe von Leuten, die diese Spiele nicht sonderlich mag. Allerdings gibt es immer wieder Ausnahmen und „ATV Offroad Fury 4“ ist eine solche. „ATV Offroad Fury 4“ lässt euch mit MX Bikes, ATV Quads, Trophy Trucks und Dune Buggies an zahlreichen Wettbewerben teilnehmen und bevor ihr alles gewonnen habt, werden zahlreiche Spielstunden vergangen sein. Für Grünschnäbel im Genre dürfte interessant sein, dass der Einstieg in „ATV Offroad Fury 4“ sehr einfach ist – ihr müsst im Grunde nur einen Controller in der Hand halten und den Fernseher sehen können, wenn ihr dieses Spiel spielen wollt. Die Steuerung sämtlicher Fahrzeugtypen wurde einfach sehr gut umgesetzt, was Frust beim Spiel verhindert. Um Eingewöhnungsphasen kommt ihr allerdings nicht drumherum, aber so etwas darf man auch nicht erwarten. Meiner Großmutter väterlicherseits ist es anno 1940 zwar gelungen, auf einem Moped Platz zu nehmen und sofort fahren zu können, doch ein MX Bike ist da einfach ein anderes Kaliber – egal ob real oder virtuell.
Das Herzstück von „ATV Offroad Fury 4“ ist der Storymodus und wenn ihr alleine spielt, werdet ihr hier die allermeiste Zeit verbringen. Die Geschichte vom Anfänger, der an die Spitze der Weltrangliste will, ist zwar langweilig und plakativ, an der Qualität der Rennen an sich ändert das aber nichts. Ich bin durchaus bereit, mir ein paar miese Zwischensequenzen anzusehen, wenn diese in keiner Weise auf das Gameplay abfärben. Und das ist hier der Fall. „ATV Offroad Fury 4“ bietet verschiedene Rennmodi, wobei es Rennen auf Rundkursen, Trickwettbewerbe und Punkt-zu-Punkt-Rennen gibt. Die Rennen auf Rundkursen sind im Grunde ziemlich cool und machen viel Spaß, doch der Höhepunkt des Spiels sind sie nicht. Dieser besteht nämlich aus den Punkt-zu-Punkt-Rennen, was in erster Linie an dem sehr guten Streckendesign liegt. Die Landschaften sehen nicht nur wunderschön aus, sondern sie lassen sich auch super befahren. Solche Möglichkeiten sollte im Grunde jedes Offroad-Rennspiel zu bieten haben!
Ihr benötigt einiges an Geschick, wenn ihr hier siegen wollt, doch eure Motivation wird stets ziemlich hoch sein, was dazu führen wird, dass ihr euch dieses Geschick gerne antrainieren werdet. Leider ist es so, dass eure Gegner zwar nicht dumm, aber auch nicht sonderlich clever sind. Sie fahren zwar eine gute Linie, lassen aber etwas Aggressivität vermissen. Ihr könnt sie zwar provozieren, doch das ändert herzlich wenig an ihrem Verhalten gegenüber euch. Wenn es in einem Wettbewerb um Tricks geht, hinterlässt „ATV Offroad Fury 4“ einen etwas eigenartigen Eindruck. Auch hier kommt Spaß auf, aber es ist doch fraglich, warum ihr mit einem MX Bike wilde Tricks vollführen müsst, um Punkte zu bekommen, sie euch mit einem Trophy Truck aber praktisch geschenkt werden. Hier wirkt das Spiel etwas unausgewogen, was den Spielspaß aber nicht schmälert. Um in der Story voranzukommen, müsst ihr stets eine Mindestanzahl an Wettbewerben gewinnen. Wettbewerbe, bei denen ihr Probleme habt, könnt ihr so ausklammern, was dem Spielspaß natürlich gut tut. Mit den in den Wettbewerben gewonnenen Credits könnt ihr eure Fahrzeuge aufpowern, ihnen also zum Beispiel bessere Motoren spendieren. Wenn ihr mögt, dürft ihr sogar etwas optisches Tuning betreiben. In „ATV Offroad Fury 4“ gibt es viel zu tun und wenn euch der Einzelspielermodus mal zum Halse raushängt, wartet immer noch ein guter Mehrspielermodus auf euch und eure Freunde.
Dieser ist für bis zu vier Leute ausgelegt und neben Rennen warten hier auch sechs Minispiele auf euch, die für zwischendurch ziemlich gut geeignet sind. In „Schatzsuche“ müsst ihr beispielsweise Geld einsammeln, in „Bowling“ geht es darum, nach einem Sprung möglichst viele Pins umzuwerfen. „ATV Offroad Fury 4“ ist einfach eine runde Sache und die Technik unterstützt den äußerst positiven Eindruck, den dieses Spiel spielerisch hinterlässt. „ATV Offroad Fury 4“ sieht ziemlich gut aus und das liegt vor allem an der optischen Abwechslung beim Design der Strecken. Das Spiel läuft absolut flüssig und bietet zudem einige nette Schmutzeffekte. Die Soundeffekte sind ebenfalls gut, doch der Soundtrack dürfte nicht jedem Spieler unter euch gefallen. Ich weiß ja nicht, ob ihr auf eine Rock-Rapp-Mischung steht.
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| SCREENSHOTS |
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