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Das erste „Dynasty Warriors: Gundam“ war nicht schlecht und nicht gut. Und wer Entwickler Koei kennt, der weiß, dass für den Nachfolger nichts geändert wurde. „Dynasty Warriors“ ist eben „Dynasty Warriors“. Wer den ersten Teil von 1997 kennt, der kennt im Grunde auch „Dynasty Warriors: Gundam 2“. Bei dieser Serie wird sich selbst in 20 Jahren noch nichts geändert haben. Dafür darf man jetzt allerdings nicht Koei alleine an den Pranger stellen: Millionen Fans weltweit lieben die Serie so wie sie ist. Und ich muss gestehen: Auch ich mag „Dynasty Warriors“. Was genau „Dynasty Warriors: Gundam 2“ bietet, erfahrt ihr in diesem Review! Ganz so wie der Vorgänger, so verzichtet auch „Dynasty Warriors: Gundam 2“ auf chinesische Feldherren und setzt anstelle derer auf die in Japan so überaus berühmten Gundam-Mechs. Nur wenige von euch dürften diese wirklich kennen, haben es die zugehörigen Spiele doch maximal über die Importhändler nach Deutschland geschafft. Aber das ist jetzt herzlich egal. Wenn ihr wisst, dass Gundam Mechs sind, ist das gut. Wenn ihr zusätzlich wisst, dass sie bewaffnet sind, ist das schon mehr als ausreichend. In „Dynasty Warriors: Gundam 2“ müsst ihr euch einen Gundam samt Piloten auswählen, anschließend könnt ihr direkt in die Schlacht ziehen.
Eine Geschichte bietet das Spiel auch, allerdings ist diese völlig irrelevant. Wenn ihr mit dem Gundam-Universum nicht vertraut seid, versteht ihr eh kein Wort. Und um es einmal ganz deutlich zu sagen: Wer spielt denn schon ein „Dynasty Warriors“ wegen der Geschichte? Wohl niemand. Die Areale in „Dynasty Warriors: Gundam 2“ sind trist und abwechslungsarm, doch das stört im Grunde zu keinem Zeitpunkt. Das Spiel wirft euch hunderte Feinde entgegen – mit denen seid ihr ausreichend beschäftigt, ihr habt sowieso keine Zeit, die Umwelt zu bejammern. Euer Gundam verfügt neben Standart-Angriffen auch über Spezialattacken. Diese sind kinderleicht zu entfesseln – wenn ihr wie ein Bekloppter auf den Angriffsbutton einhämmert, habt ihr fast schon gewonnen. Wenn ihr Feinde besiegt, lädt sich eine Anzeige auf. Ist diese voll, könnt ihr eine so genannte SP-Attacke auf die Feinde loslassen. SP-Attacken sind die mächtigsten Angriffe im Spiel – sie sind das Äquivalent zu den Musou-Angriffen aus den historischen „Dynasty Warriors“ – Spielen. Einige Gundams können sich sogar in eine alternative Form transformieren, doch einen Zugewinn für den Spielspaß bedeutet dies nicht.
In „Dynasty Warriors: Gundam 2“ seid ihr praktisch ausschließlich mit kämpfen beschäftigt. Wenn ihr gerade mal nicht kämpft, seid ihr gerade auf dem Weg zum nächsten Gefecht. Keine Frage, dieses Spiel ist ziemlich eintönig, doch bereitet es einen gewissen Spielspaß, wenn man sich durch hunderte bzw. tausende Feinde metzelt. Wenn ihr fleißig seid, könnt ihr neue Teile für euren Mech freischalten. PlayStation 3- und Xbox 360-Spieler können natürlich auch Trophäen bzw. Erfolge erspielen, PlayStation 2-Spieler müssen hierauf erwartungsgemäß verzichten. Auf einen Online-Mehrspielermodus müssen sie ebenso verzichten, dieser bleibt den Konsolen der aktuellen Generation vorbehalten. Allerdings ändert es rein gar nichts, wenn ihr online oder offline mit anderen Spielern antretet: Stets geht es nur um simples Gekloppe. Erwähnenswert ist noch, dass trotz des einfachen Spielprinzips kein Durchmarsch durch das Spiel möglich ist: Immer wieder verhalten sich eure Kameraden dämlich und ihr verliert deshalb eine Mission. Stellenweise sorgt dies durchaus für Frust.
Grafisch ist „Dynasty Warriors: Gundam 2“ auf allen drei Systemen purer Durchschnitt. Die tristen und leeren Spielumgebungen wurden bereits weiter oben erwähnt, aber auch die Gundam-Modelle sind nicht sonderlich toll gelungen. Bei ihnen mangelt es einfach an Details. Nur die Spezialangriffe können kurzfristig überzeugen. Sie sehen zum Teil wirklich gut aus. Doch wenn ihr ein und dieselbe Attacke zehn Mal gesehen habt, haut sie euch einfach nicht mehr vom Hocker. Der Sound ist genauso spektakulär, wobei die Synchronsprecher absolut erbärmlich sind. Leider ist es nicht mehr möglich, die Sprachausgabe auf Japanisch zu stellen – im Erstling ging das noch. Damals waren zwar auch die japanischen Sprecher nicht sonderlich gut, doch wer kein Japanisch konnte, der blieb von den ganzen Peinlichkeiten verschont. Und diese Ehre sollte man nicht unterschätzen! Dankbar dürft ihr alle Koei dafür sein, dass „Dynasty Warriors: Gundam 2“ nicht alle zehn Sekunden zur Dia-Show mutiert. Das Spiel läuft erfreulicherweise relativ flüssig – und das ist bei „Dynasty Warriors“ keineswegs die Regel.
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| SCREENSHOTS |
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