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SPIELETEST
Guitar Hero 5
Die „Guitar Hero“ – Marke ist für Activision ein richtiger Goldesel – nicht umsonst sind seit dem letzten Frühjahr ganze drei neue Spiele der Serie erschienen. „Guitar Hero: Metallica“, „Guitar Hero: Greatest Hits“ und jetzt „Guitar Hero 5“. Wie gut das neue Spiel ist, erfahrt ihr in unserem Review! „Guitar Hero 5“ ist das erste Spiel der Serie mit Casual-Ambitionen – was bei anderen Spielen regelmäßig nichts Gutes bedeutet, ist in diesem Fall aber nur lobenswert: Die größte Neuerung ist nämlich das Partyspiel. In diesem Modus könnt ihr mit bis zu drei Freunden gemütlich rocken und dabei nicht scheitern. Auch könnt ihr hier nach Belieben ein- und austeigen, ohne dafür irgendwie bestraft zu werden. Generell gibt es im Partyspiel keine Strafen – hier geht es wirklich nur darum, gemeinsam zu spielen und Spaß zu haben. Etwas mehr Anspruch bietet der Modus „Schnelles Spiel“. Zum ersten Mal in einem „Guitar Hero“ – Spiel können hier alle Spieler das gleiche Instrument spielen – ihr müsst euch also nicht um den Posten des Gitarristen oder des Sängers kloppen. Neu ist auch, dass ihr nur scheitern könnt, wenn ihr auf „Schwer“ oder „Experte“ spielt. Und sollte mal ein Mitglied eurer Band bei den Fans in Ungnade fallen, könnt ihr ihn bzw. sie zurückholen, indem ihr eine Zeit lang richtig gut spielt und die Patzer bei eurem Publikum vergessen macht. Sehr motivierend ist, dass es Ranglisten gibt, in die ihr euren Namen und eure Punktzahl eintragen könnt – um zu den Bestplatzierten zu gehören, müsst ihr allerdings extrem gut sein – und wenn ich extrem gut sage, dann meine ich auch extrem gut.

Dass es so viele gute „Guitar Hero“ – Spieler auf dieser Welt gibt, hatte Activision bei der Entwicklung von „Guitar Hero 5“ vermutlich im Hinterkopf, denn die angesprochenen Neuerungen motivieren nicht nur blutige Anfänger zu ersten Gehversuchen in „Guitar Hero“, sondern auch Profis zum gemeinsamen Spiel mit Neulingen. Die größte Neuerung des Karrieremodus richtet sich hingegen nur an erfahrene Spieler: Fünf Sterne sind nicht länger die bestmögliche Bewertung für euren Auftritt, sondern acht. So viele Sterne könnt ihr aber nur erhalten, wenn ihr das jeweilige Lied nahezu perfekt spielt und zusätzlich die angebotene Herausforderung meistert. Nicht alle Herausforderungen könnt ihr alleine erfüllen, für manche muss eure Band perfektes Teamwork darbieten. Wenn euch eine Acht-Sterne-Wertung gelingt, schaltet ihr neben den obligatorischen weiteren Auftritten auch einige coole Klamotten frei, mit denen ihr eure Charaktere ausrüsten könnt. Natürlich ist die beliebte Rockstar-Fabrik auch in „Guitar Hero 5“ mit von der Partie. Für alle, die es nicht wissen: In der Rockstar-Fabrik könnt ihr euch eure Wunsch-Charaktere erstellen. Ihr legt nicht nur die Klamotten fest, sondern auch mögliche Tattoos und den allgemeinen Körperbau. Die selbstgebauten Rockstars bekommen es dieses Mal aber mit einer starken Konkurrenz zu tun: Im Verlauf des Karriere-Modus könnt ihr Berühmtheiten, wie Johnny Cash, Kurt Cobain, Matt Bellamy und Shirley Manson freischalten und mit diesen alle möglichen Songs performen. „Guitar Hero 5“ beinhaltet von Haus aus im Übrigen ganze 85 Lieder. Damit ihr wisst, was euch erwartet, findet ihr hier einmal die komplette Songliste des Spiels:

A Perfect Circle - "Judith", AFI - "Medicate", Attack! Attack! UK - "You and Me", Band Of Horses - "Cigarettes, Wedding Bands", Beastie Boys - "Gratitude", Beck - "Gamma Ray", Billy Idol - "Dancing With Myself", Billy Squier - "Lonely Is the Night", Blur - "Song 2", Bob Dylan - "All Along the Watchtower", Bon Jovi - "You Give Love a Bad Name", Brand New - "Sowing Season (Yeah)", The Bronx - "Six Days A Week", Bush - "Comedown", Children Of Bodom - "Done With Everything, Die for Nothing", Coldplay - "In My Place", Darker My Love - "Blue Day", Darkest Hour - "Demon(s)", David Bowie - "Fame", Deep Purple - "Woman From Tokyo ('99 Remix)", The Derek Trucks Band - "Younk Funk", The Duke Spirit - "Send a Little Love Token", Duran Duran - "Hungry Like the Wolf", Eagles of Death Metal - "Wannabe in L.A." , Elliott Smith - "L.A.", Elton John - "Saturday Night's Alright (For Fighting)", Face to Face - "Disconnected”, Garbage - "Only Happy When It Rains", Gorillaz - "Feel Good Inc.", Gov't Mule - "Streamline Woman", Grand Funk Railroad - "We're an American Band", Iggy Pop - "Lust for Life (Live)", Iron Maiden - "2 Minutes to Midnight", Jeff Beck - "Scatterbrain (Live)", John Mellencamp - "Hurts So Good", Kaiser Chiefs - "Never Miss a Beat", King Crimson - "21st Century Schizoid Man", Kings of Leon - "Sex On Fire", Kiss - "Shout It Out Loud", Love and Rockets - "Mirror People", My Morning Jacket - "One Big Holiday", Nirvana - "Lithium (Live)", No Doubt - "Ex-Girlfriend", Peter Frampton - "Do You Feel Like We Do? (Live)", The Police - "So Lonely", Public Enemy Featuring Zakk Wylde - "Bring the Noise 20XX", Queens of the Stone Age - "Make It Wit Chu", Rammstein - "Du Hast", The Rolling Stones - "Sympathy for the Devil", Rose Hill Drive - "Sneak Out", Rush - "The Spirit of Radio (Live)", Santana - "No One to Depend On (Live)", Scars on Broadway - "They Say", Screaming Trees - "Nearly Lost You", Smashing Pumpkins - "Bullet With Butterfly Wings", Sonic Youth - "Incinerate", Spacehog - "In the Meantime", Sublime - "What I Got", Sunny Day Real Estate - "Seven", T. Rex - "20th Century Boy", The Sword - "Maiden, Mother & Crone", Thin Lizzy - "Jailbreak", Thrice - "Deadbolt", Tom Petty - "Runnin' Down A Dream", Tom Petty & The Heartbreakers - "American Girl", Vampire Weekend - "A-Punk", Weezer - "Why Bother?", The White Stripes - "Blue Orchid", Wild Cherry - "Play That Funky Music", Wolfmother - "Back Round", 3 Doors Down - "Kryptonite", Arctic Monkeys - "Brianstorm", Blink-182 - "The Rock Show", Dire Straits - "Sultans of Swing", Jimmy Eat World - "Bleed American", Johnny Cash - "Ring of Fire", Megadeth - "Sweating Bullets", Motley Crue - "Looks That Kill", Muse - "Plug in Baby", Nirvana - "Smells Like Teen Spirit", Queen & David Bowie - "Under Pressure", Stevie Wonder - "Superstition", The Killers - "All the Pretty Faces", The Raconteurs - "Steady as She Goes", TV On The Radio - "Wolf Like Me".

Die allermeisten Songs lassen sich wirklich gut spielen, was aber nicht bedeuten soll, dass sie simpel sind. Um wirklich gut zu sein, benötigt ihr nach wie vor ganz viel Übung. Wenn ihr keine Lust habt, gemeinsam mit anderen zu spielen, könnt ihr auch gegen eure Freunde in verschiedenen Wettkämpfen antreten. Die Möglichkeiten hier sind ziemlich vielfältig und dürften euch über einen längeren Zeitraum motivieren. Wenn ihr euch für die Erschaffung von Musik interessiert, dürft ihr euch im aus „Guitar Hero: World Tour“ bekannten Musikstudio austoben. Der Einstieg in dieses wurde etwas einfacher gestaltet, doch benötigt ihr auch dieses Mal viel Zeit, um gut spielbare Lieder zu basteln. Wollt ihr nur spielen und nicht komponieren, könnt ihr das Musikstudio aber auch komplett ignorieren. Grafisch ist „Guitar Hero 5“ einen Tick besser als seine Vorgänger. Das fällt aber nicht wirklich auf, da ihr die meiste Zeit eh mit eurer Noten-Autobahn beschäftigt seid.
 
Autor: Frederik  Seite: [1] [Fazit/Wertung]
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